SEITE IN ARBEIT!

Hier entsteht derzeit die Seite zu meiner naturkundlichen Foto-Exkursion nach Rumänien und Bulgarien.

Diese Reise hat den Schwerpunkt Herpetologie (Amphibien und Reptilien). Selbstverständlich bedeutet „Schwerpunkt“ nich, dass wir auf dieser Reise nichts anderes sehen!

Grade das Donaudelta ist ornithologisch derart interessant, dass man an der Beobachtung seltener Vögel (oder auch der drolligen Ziesel) nicht vorbei kommt.

Ich bitte um ein paar Tage Geduld zur Fertigstellung dieser Seite!

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Erstes Ziel:

Naturschutzgebiet / Biosphärenreservat Ropotamo / Bulgarien

Das Naturschutzgebiet Ropotamo liegt im Süden Bulgariens, an der Küste des Schwarzen Meeres. Wir finden hier auf engstem Raum Sanddünen, Lagunen, Sümpfe, Macchie und lichte Wälder, die nahtlos  ineinander übergehen. An der Küste liegt die so genannte „Schlangeninsel„, die ihren Namen vermutlich aufgrund des Vorkommens der Würfelnatter trägt, die hier im Schwarzen Meer trotz des Salzgehaltes nach Fischenjagen.

Hinter der Sanddüne erstrecken sich weite Steppen, in denen Reste ehemaliger Lagunen verschidenartige Feuchtgebiete bilden.

In den Dünen finden sich zahlreiche Reptilienarten zwischen den vielfältigen Wildblumen. Ende März / Anfang April beginnt hier die Hauptblütezeit. Die Vielfalt der Flora, Insekten und Spinnen ist überwältigend! Aber auch Schildkröten, Scheltopusiks, Eidechsen und Schlangen sind allgegenwärtig.

Maurische Landschildkröte (Testudo graeca ibera)

Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis meridionalis) – Männchen

Auch die küstennahen Dünen werden von beiden rezenten Landschildkröten-Arten bewohnt

Maurische Landschildkröte (Testudo graeca ibera)

Im Hinterland liegen Felsformationen zwischen lichten Wäldern und Wiesen frei. Solche Lebensräume bilden die Grundlage für eine enorme Vielfalt an Vögeln, Insekten, Reptilien und sehr viel mehr…

Lebensraum der Rötlichen Zornnatter (Platyceps collaris) und etlicher anderer Reptilien-Arten

Die Rötliche Zornnatter ist eine scheue, kleine Schlange, die in Europa, außerhalb der Türkei, nur entlang eines schmalen Streifens in Bulgarien verbreitet ist. Die Beobachtung dieser besonders hübschen Schlange ist an wenigen Stellen auch außerhalb der Sperrgebiete des Naturschutzgebietes anzutreffen. Wenn das Wetter mitspielt, können hier sehr leicht mehrere Tiere gesichtet werden. Eine Garantie kann aber natürlich nicht gegeben werden.

Rötliche Zornnatter (Platyceps collaris)

Rötliche Zornnatter (Platyceps collaris) – Jungtier

Rötliche Zornnatter (Platyceps collaris) – Portrait eines weiteren Jungtieres

Europäische Hornotter (Vipera ammodyies montandoni) – nur wenige Schritte vom Fundort der Rötlichen Zornnatter entfernt

Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni boettgeri)

Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Ausgedehnte Feuchtgebiete bilden die Lebensräume für den Östlichen Laubfrosch und die Rotbauchunke

Rotbauchunke (Bombina bombina)

rufendes Männchen der Rotbauchunke (Bombina bombina)

Eine häufige Schlange ist hier auch die Ringelnatter. Die Variabilität innerhalb der Population ist enorm. Wir finden Exemplare mit gelben, grauen, weißen und orangen Halbmondflecken hinter dem Kopf. Darunter gestreifte, gefleckte, schwarze und weitgehend zeichnungslose Exemplare.

Ringelnatter / Balkan-Ringelnatter (Natrix natrix persa) in der Häutung

Ringelnatter / Balkan-Ringelnatter (Natrix natrix persa)

Ringelnatter / Balkan-Ringelnatter (Natrix natrix persa) mit bemerkenswerter Färbung. Das „Orange“ der Halbmondflecken reicht bis in die Halsregion.

 

Östliche Blindschleiche / Kolchische Blindschleiche (Anguis colchica)

Im Naturschutzgebiet Ropotamo führen mehrere Natur-Lehrpfade in die ansonsten weitgehend abgesperrten Gebiete. Von hier aus lassen sich neben etlichen Wasservögeln auch Rotbauchunke und Europäische Sumpfschildkröte hautnah erleben.

 

Östlicher Laubfrosch (Hyla orientalis)

Blitztechnik: Wie hätten wir es denn gerne? Blitzen im Makrobereich ist eine Kunst für sich. Je nach Ausleuchtung können verschiedene Effekte erzielt werden. Dabei ist es reine Geschmacksache, welche der beiden Ausleuchtungen des gleichen Motivs jeweils besser passt oder gefällt. Wichtig in der Fotografie ist jedoch zu wissen, wie der Weg dahin führt.

Östlicher Laubfrosch (Hyla orientalis)

In der Region leben auch Schakale. Sicher kein schönes Bild, aber immerhin ein Nachweis für diese bedrohte Tierart…

überfahrener Goldschakal (Canis aureus) am Straßenrand

Würfelnatter (Natrix tessellata)

Brand-Knabenkraut (Neotinea ustulata)

Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis meridionalis) – Männchen

Taurische Eidechse (Podarcis tauricus)

Schlingnatter (Coronella austriaca)

 

Zweites Ziel:

Das Donaudelta / Rumänien

Wenn Sonne und Nebel sich über den menschenleeren Dünen treffen….

Der Steppenrenner erreicht Rumänien nur im Donaudelta und kommt darüber hinaus in Richtung Südeuropa nicht weiter vor. Die weitere Verbreitung innerhalb Europas erschließt sich in östliche Richtung über Moldawien, Ukraine, Russland, Aserbaidschan und Kasachstan.

Steppenrenner (Eremias arguta deserti)

Steppenrenner (Eremias arguta deserti)

Maurische Landschildkröte (Testudo graeca ibera)

Europäische Sumpfschildkröte (Emay orbicularis) – immer ein wenig scheu 😉

Würfelnatter (Natrix tessellata) sonnt sich am Strand des Schwarzen Meeres im Donau-Delta

Kaspische Pfeilnatter (Dolichophis caspius)

Auch im Donau-Delta ist die Ringelnatter (Natrix natrix) natürlich keine Rarität!

Ich möchte hier niemandem etwas vormachen! Rumänien und Bulgarien haben ein echtes Müllproblem! Wir werden auf unserer Reise Zeuge davon, dass einige europäische Länder mehr Plastik und andere Verpackungsmaterialien importieren oder produzieren, als sie jemals in der Lage wären fachgerecht zu entsorgen. Grade entlang der Flüsse macht sich das sehr deutlich bemerkbar, da hier besonders viel Müll angeschwemmt wird. Den Rest erledigt zumeist der Wind, sodass wir leider auch in Schutzgebieten und Nationalparks immer wieder auf solche Bilder stoßen:

Seefrosch (Pelophylax cf. ridibundus)

Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)

Aber keine Sorge! Wir besuchen vor allem Gebiete, in denen sich sonst nur wenige Menschen aufhalten. Entsprechend werden wir auf der Reise nicht dauerhaft mit dem sorglosen Umgang von Abfällen konfrontiert… Es überwiegen die Naturschönheiten, die unsere Herzen höher schlagen lassen…

Wechselkröte (Bufotes viridis/variabilis)

Syrische Schaufelkröte (Pelobates syriacus)

Die Wiesenotter ist in Rumänien an manchen Stellen entlang der Donau noch verhältnismäßig häufig anzutreffen. Eine Sichtung dieser kleinen Viper ist abhängig von einer geduldigen Suche, die trotzdem nicht immer belohnt wird, und natürlich auch vom Wetter 😉

Diese Art ist selten, streng geschützt und ich nehme den Artenschutz sehr ernst! Einen Molch für ein paar Minuten in ein Foto-Aquarium zu setzen ist eine andere Hausnummer, als eine streng geschützte Viper zu fangen! Wer sich diesen Tieren vorsichtig nähert, bekommt ohne sie zu fangen in der Regel ohnehin bessere Aufnahmen, als von einer gefangenen, defensiven Schlange, die nichts anderes als Flucht im Sinn hat. Auf meiner Tour erwarte ich von allen Teilnehmern, dass sich jeder an gewisse, für mich selbstverständliche Regeln hält und kein Tier für ein Foto penetriert! Streng geschützte Arten wie die Wiesenotter sind daher allemal tabu und werden ausschließlich „In situ“ abgelichtet. In aller Regel ergibt sich auf der Tour dafür auch für jeden eine perfekte Gelegenheit. Denn im Frühjahr bleiben sich sonnende Vipern in aller Regel einfach liegen, wenn man sich entsprechend langsam nähert. Auf diese Weise wurden auch die folgenden Bilder gemacht:

Wiesenotter (Vipera ursinii moldavica)

Wiesenotter (Vipera ursinii moldavica)

Wiesenotter (Vipera ursinii moldavica) – kurz vor der Frühjahrshäutung (getrübte Augen)

Rotrückige Zauneidechse (Lacerta agilis chersonensis) im Donau-Delta

Europäisches Ziesel (Spermophilus citellus)

Drittes Ziel:

Die Karpaten

Die Bergwelt der Karpaten gehört zu den unberührtesten Regionen Europas. Wölfe und Bären sind hier noch häufig, unter den Insekten, Pflanzen und Amphibien gibt es insgesamt einige endemische Arten oder Unterarten. Wir treffen auf den Karpatenmolch, eine endemische Unterart des Bergmolches, Feuersalamander, Gelbbauchunken,die Koblauchkröte und einige andere Frosch- und Schwanzlurche.

Karpatenmolche (Lissotriton montandoni) – bei der Balz / links: Männchen – rechts: Weibchen

Knoblauchkröte (Pelobates fuscus)

Erdkröte (Bufo bufo)

Grasfrösche (Rana temporaria) im Amplexus (Paarungsgriff)

Bergmolch (Ichthyosaura alpestris „carpathica“) – Männchen

Gelbbauchunke (Bombina variegata) in Abwehrhaltung („Unkenreflex“)

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Larve des Feuersalamanders (Salamandra salamandra)

Grünes Männchen der Zauneidechse (Lacerta agilis chersonensis)